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Autor Thema: Zukunft Amerikas  (Gelesen 3063 mal)
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towmac
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« am: 02. Februar 2007, 03:40:45 »

Die vergangenen 7 Jahre haben Amerikas Image in der Welt stark geschadet. Vom ehemaligen Vorbild und großen "Bruder" ist für viele nur noch ein Öl-besessenes, Waffen-Lobby geprägtes, wirtschafts-fixiertes und Umwelt zerstörendes Land übrig geblieben.

Viele verbinden diese Entwicklung (teils sicherlich nicht unbegründet) mit dem aktuellen Präsidenten George W. Bush. Dessen Amtszeit wird jedoch defintiv 2008 zu Ende sein. Was wird sich ändern? Wird das Ansehen der USA wieder steigen? Wird Amerika einen neuen Weg einschlagen? Wenn ja, durch welche Taten? Wenn nein, warum?
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« Antwort #1 am: 03. Februar 2007, 16:51:22 »

Amerika wird durch das Erstarken Chinas seinen Einfluss verlieren.
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towmac
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« Antwort #2 am: 04. Februar 2007, 04:04:09 »

Oder vielleicht genau deswegen wieder mehr gewinnen. China ist ideologisch betrachtet eine Katastrophe. Vom Gesellschaftssystem ("Marktwirtschaftlicher Sozialismus") bis hin zum Umgang mit Menschenrechten (Google gesperrte Wörter). 

Bisher konzentriert sich China nur auf seine Wirtschaft und hält sich relativ zurück im Welt-politischen Geschehen. Dass das ganze nicht ganz zu trennen ist, beweist bspw. Chinas Zusammenarbeit mit dem Regime im Sudan, was ich als äusserst problematisch ansehen würde. Wirtschaft ohne moralisches Fundament führt zum Pauperismus - hatten wir bereits im 19. Jahrhunder. China macht wenig anders hinsichtlich dessen.

Ehrlich gesagt hoff ich, dass China sich auch weiterhin mehr oder minder aus den politischen Angelegenheiten raus hält. Bedauerlicherweise führt ein Machtgewinn (Wirtschaft) jedoch auch häufig dazu, dass man überall das sagen haben will.

Wenn man wählen müsste, ob USA oder China in 10-20 Jahren die Nummer 1 im Machtverhältnis sein sollen, würde ich definitiv die USA vorziehen. 
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« Antwort #3 am: 05. Februar 2007, 03:57:34 »

Du vergisst einen ganz wichigen Aspekt was China betrifft.
Mit ihren 1,3 Milliarden Einwohnern und einem stettigen Wachstum, werden sie immer zu den wichtigsten Ländern gehören.
Allerdings, wenn man sich nun die Bevölkerung näher ansieht, so hat man eine sehr große Unterschicht, eine kaum vorhandene Mittelschicht und eine kleine Oberschicht, die über das meiste Kapital verfügt.
Ich denke in China wird sich demnächst etwas tun und das könnte z.B. eine Revolution seitens der Unterschicht sein, den ertragbar sind die Zustände seit langem nicht mehr.

Aber zu Amerika. Ich bin gespannt auf die Wahlen 2008.
Es wird ja spekuliert ob Hillary Clinton kanidiert (die erste Frau in dem Amt) oder  Barack Obama (der erste Schwarze in dem Amt).
Das könnte mal eine positive Wendung bringen.
Doch selbst wenn sich da nichts tut, gerade durch den großen Ex- und Import der USA wird es schwierig sie von der Spitze zu verdrängen. Zudem wird kaum ein anderes Land die Führung der "demokratischen" Welt übernehmen können.
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« Antwort #4 am: 10. Februar 2007, 23:43:14 »

Den großen (wirtschaftlichen) Nachteil sehe ich bei China in der immer wichtiger werdenen Technologie. Bisher wurde nicht viel selbst entwickelt,sondern billig abgekupfert. Ich schätze auch das wird bald seine Konsequenzen haben.
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der dave
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« Antwort #5 am: 10. Februar 2007, 23:43:58 »

also was china angeht...ein großer weltpolitischer player, wenn man mal geo- und energiepolitik ausklammert, kann china garnicht sein, weil die disparitäten mit den westlichen systemen viel zu groß sind. mal abgesehen von innerasiatischen angelegenheiten wie taiwan und tibet finde ich aber begrüßenswert, dass china eben nicht versucht, eine politische hegemonialmacht  zu bilden. auf absehbare zeit wird's wohl bei der wirtschaftlichen dominanz bleiben. in dem zusammenhang kann man sich aber nur um umwelt- und klimaschäden sorgen machen.

@towmac: china hat in großen teilen afrikas fuß gefasst und ist mittlerweile der größte investor in die infrastruktur der dortigen handels-partner. und die zusammenarbeit mit dem sudan ist doch, um mal auf weltmacht-ebene zu vergleichen, ein witz gegen die finanzierung von contras, mullah's, taliban etc Zwinkernd
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towmac
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« Antwort #6 am: 14. Februar 2007, 01:06:45 »

Nun ja, ganz so Positiv würde ich China keinesfalls als wirtschaftlichen Globalplayer darstellen ^^ Dazu fehlen denen einfach gewisse...Prinzipien. (Siehe alleine google Zensierung sowie Unterdrückung von Andersdenkenden und verbreiteter Armut)

Nun ja, aber spannend und entscheident wird sicherlich die Wahl 2008 in Amerika, das ist richtig. Ebenso spannend wird der Fortgang mit dem Iran. Hat sich zwar  alles etwas beruhigt, doch langsam fängt es wieder mehr an zu brodeln, allen vorran, da das UNO Ultimatum ja Ende Februar ablaufen wird.

Wen wollt ihr als neuen Präsidenten (Präsidentin diesmal sogar) sehen, und warum?
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« Antwort #7 am: 16. Februar 2007, 21:45:51 »

menschenrechte verhalten sich doch unabhänig von der wirtschaftlichen "kraft" eines landes,wie man an china sieht. es ist egal wie china mit seinen bürgern verfährt,ein wirschaftlicher globalplayer (siehe jüngst die investitionen in afrika)  ist china.
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towmac
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« Antwort #8 am: 17. Februar 2007, 02:58:21 »

Nicht auf Dauer. Eine Zeitlang mag das klappen, doch auf Dauer ist das der Untergang.

Der Demos ist die Basis der Wirtschaft. Wenn man diesen schlecht behandelt, zerstört man sein eigenes Fundament und letztlich sich selbst.

Daher denke ich, wird sich eines von beidem definitiv ändern:

Entweder Chinas Wachstum ODER Chinas Umgang mit Menschenrechten etc.
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« Antwort #9 am: 17. Februar 2007, 13:05:56 »

Natürlich ist die Wirschaft für den Menschen da & nicht umgekehrt. Sobald in China der "Boom" auf seinem Höhepunkt ist,verlangt auch der einfache Bauarbeiter sein Stück vom Kuchen,aber derzeit sind Menschenrechte & wirschaftlicher Erfolg zwei Paar Schuhe. Da China auf wirtschaftliche Beziehungen anderer Länder angewiesen ist,müsste von der der Impuls kommen. Geschäfte sollten mit China nur unter bestimmten Bedinungen abgeschlossen werden. Ähnlich sollte es sich,wie ich finde, mit Russland verhalten. Ich mag Schröder ja,aber Putin ist kein "lupenreiner Demokrat". Zwinkernd
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